Die Junge Union Heidelberg unterstützt die Haltung der Stadt und der Polizei, ein Signal in Richtung der Krawallmacher in Heidelberg senden zu wollen.

„Das Pfingstwochenende und die Zeit danach haben gezeigt, dass viele Menschen Heidelberg nicht zum friedlichen Feiern, sondern zum Randalieren nutzen wollen. Das dulden wir in unserer Stadt nicht. Vor allem wollen wir hier keine Leute, die Polizisten beleidigen oder körperlich angreifen“, sagte der Vorsitzende der Jungen Union Heidelberg Erich Kaiser in Hinblick auf die Krawalle auf der Neckarwiese und in der Altstadt. „Diese Leute müssen wissen und vermittelt bekommen, dass sie hier nicht willkommen, sondern höchst unerwünscht sind.“

Angesichts der jüngsten Exzesse sei die Verfügung eines Aufenthaltsverbot auf der Neckarwiese ab 21 Uhr aus Sicht der Jungen Union Heidelberg richtig. Probleme habe es seit Pfingsten nur bei dem Aufenthaltsverbot ab 24 Uhr, nicht aber ab 20, 21 oder 22 Uhr gegeben.

Dennoch dürfe das Verfügen von Aufenthaltsverboten keinesfalls Normalzustand sein.

„Aufenthaltsverbote sind kein Dauerzustand. Das sind alles kurzfristige Ansätze, die das Problem örtlich und zeitlich begrenzt entschärfen, aber den Kern des Problems nicht lösen“, so Kaiser.

Man müsse langfristig wirksame Konzepte für die Neckarwiese entwickeln.

„Die Stadt muss die Zeit, die sie durch das Aufenthaltsverbot gewinnt, jetzt nutzen, um ein Konzept für die Neckarwiese auf die Beine zu stellen. Das muss ohne Verbote auskommen und möglichst noch vor dem Auslaufen des Aufenthaltsverbots am 2. August stehen.“

Dazu gehöre ein konsequentes Vorgehen gegen Krawallmacher und eine Lösung, wie man diese gemeinsam mit der Polizei gezielt isoliere und zur Verantwortung ziehe. Die Zustände der letzten Zeit könne man keinesfalls dulden. Friedliche Menschen müssten aber weiterfeiern können.

Ein Konzept brauche es aber nicht nur für die Neckarwiese. „Wer glaubt, dass man die Neckarwiese isoliert betrachten kann, liegt falsch. Wenn die gesperrt wird, gehen alle in die Altstadt. Da gibt es dann die gleichen Probleme, wenn man kein Konzept hat“, so Kaiser weiter.

Deshalb müsse endlich ein Gesamtkonzept für die Heidelberger Feierkultur her, das die Punkte Neckarwiese, Altstadt und auch das Clubsterben aufgreife. Dabei müssten Wirte, Clubbetreiber und Jugendvertreter von Beginn an involviert werden.

Neue Angebote für junge Leute zu schaffen, sei wichtiger Teil eines solchen Konzepts. Eine Gelegenheit dazu habe man mit dem Lust4Live-Festival weitestgehend versäumt.

„Wir wünschen uns auch, dass die Stadt endlich auf Vorschläge vonseiten der Wirte und Jugendvertreter eingeht. ‚Awareness-Kampagne‘ ist da nur ein Stichwort“, so Kaiser.

Es gebe viel zu tun. Die tieferliegenden Probleme seien durch den Krawall wieder Thema geworden, aber schon seit Jahren bekannt. Und deshalb müsse man auch endlich handeln.