Unser Heidelberg: Lebenswert. Sicher. Frei.

Öffentlichen Nahverkehr stärken – neuen Betriebshof bauen

Der Große Ochsenkopf ist der richtige Standort für einen neuen und zukunftsfähigen Betriebshof für Busse und Bahnen. Bei einem möglichen Bürgerentscheid werden wir engagiert für diesen Standort kämpfen. Gleichzeit wollen wir am alten Standort ein neues urbanes Quartier mit einem hohen Anteil an bezahlbarem Wohnraum und großen Grünflächen entwickeln, um Bergheim-West ein neues Zentrum zwischen Dezernat 16 und Landfried-Gelände zu geben.

Wohnungsbau – Mut zu neuem Wohnraum

Die Preisspirale im Wohnungsbau lässt sich nicht durch neue Vorschriften, stadtweite Quoten oder Zwangsmaßnahmen gegen Vermieter stoppen, sondern nur durch engagiertes Bauen, wo immer es möglich ist. Nach Vorbild des Landes brauchen wir eine Wohnraum-Allianz für Heidelberg mit GGH, Mieterverein, Haus & Grund sowie anderen Partnern, die Potenziale erkennt und sich mutig für mehr Wohnraum einsetzt. Wir brauchen eine Kultur des Ermöglichens von Wohnungsbau, egal ob dieser von privater Seite oder durch die GGH entsteht. Einen besonderen Fokus wollen wir dabei auf Wohnraum Familien und junge Erwachsene legen.

Infrastruktur – den öffentlichen Raum weiter aufwerten

Wir wollen ab dem nächsten Doppelhaushalt ein „Sonderprogramm Infrastruktur“ mit mindestens einer Million Euro, das flexibel einsetzbar ist. Ob dieses für digitale Infrastruktur oder für klassische Verkehrswege eingesetzt wird: es muss flexibel einsetzbar sein. Das Landschafts- und Forstamt wollen wir in das Dezernat des Ersten Bürgermeisters überführen, damit Stadtplanung und -gestaltung der öffentlichen Räume aus einer Hand erfolgen. Die öffentlichen Plätze und Grünflächen wollen wir zu einem Aushängeschild Heidelbergs machen.

Stadt an den Fluss – von Ost bis West

Wir wollen ganz Heidelberg zurück an den Fluss bringen. Den geplanten Weg und Naherholungsbereich zwischen Altstadt und Bergheim unterstützen wir mit voller Kraft. Alle am Neckar aktiven Vereine werden wir in die Pläne mit einbeziehen und deren Kenntnisse und Erfahrungen nutzen. „Stadt an den Fluss“ umfasst für uns aber mehr: Wo immer möglich, wollen wir die Aufenthaltsqualität durch einladende Plätze und Bereiche verbessern; in der Altstadt und Bergheim ebenso wie in Ziegelhauen, Schlierbach, Neuenheim oder Wieblingen. Dazu gehört für uns auch eine Verkehrsentlastung von Schlierbach, Ziegelhausen, der Altstadt und Neuenheim vom Ost-West Durchgangsverkehr im Neckartal.

Neuenheimer Feld – Teil von Heidelbergs Zukunft

Die Zukunft des Neuenheimer Feldes ist bedeutsam für die Zukunft unserer Stadt. Wir wollen den Wissenschafts-, Unternehmens- und Klinikstandort stärken und die Ergebnisse des Masterplanverfahrens zeitnah umsetzen, um die Zukunftsfähigkeit zu gewährleisten. Gleichzeitig stehen wir zum Handschuhsheimer Feld. Wir wollen es für Landwirtschaft, Kleingärtner und Naherholung erhalten. Ein Kompromiss zwischen den unterschiedlichen Interessen ist möglich. Eine weitere Neckarquerung für Fußgänger, Radfahrer, Bus/Bahn und PKW halten wir (wie fast alle Planungsbüros) für sinnvoll.

Umwege abbauen – Ströme trennen

In Heidelberg werden täglich tausende unnötige Kilometer zurückgelegt, weil direkte Wege fehlen. Sei es mit dem Fahrrad, dem PKW oder Bus und Bahn. Wir wollen ein Umwege-Abbau-Programm auf Basis des neuen Verkehrsentwicklungsplans 2035. Auf Basis dieser Zahlen müssen die Stadtteile vom Durchgangsverkehr entlastet werden und direkte Zufahrten zu den großen Arbeitgebern in der Stadt geschaffen werden. Wo immer möglich müssen Fußgänger, Radfahrer, ÖPNV und PKW voneinander getrennt werden, um das Unfallsrisiko zu senken und eine bequeme, sowie zügige und sichere Fortbewegung zu ermöglichen.

Freiheit in einer jungen Stadt

Heidelberg ist eine junge Stadt. Dieses Potenzial wollen wir nutzen und jungen Kreativen Freiräume bieten. Ebenso brauchen junge Erwachsene eine attraktive Feierszene. Dabei ist es wichtig neue Angebote wie den Karlstorbahnhof in der Südstadt zu etablieren, um die Altstadt zu entlasten und verschiedene Anlaufstellen zu schaffen. Die „Partylocations“ müssen gut und sicher erreichbar sein.

Digital für alle – weiße Flecken beseitigen

Heidelberg muss Vorreiter in der Digitalisierung sein. „Weiße Flecken“ darf es nicht mehr geben. Alle Heidelberger müssen digital angebunden und mobil erreichbar sein. Die Potenziale der Digitalisierung wollen wir nicht nur für die Unternehmen und Privathaushalte nutzen, sondern auch in der Verwaltung, um deren Dienstleistungen noch bürgernäher zu machen.

Kinderbetreuung: Qualität rauf – Gebühren runter

Mit den Mitteln aus dem „Gute Kita“ Gesetz des Bundes wollen wir die Qualität der Kinderbetreuung weiter erhöhen. Das bedeutet z.B. in die Aus- und Weiterbildung des Personals zu investieren. Ebenso wollen wir, dass diejenigen, die unsere Kinder erziehen angemessen entlohnt werden. Einen weiteren Teil der Bundesgelder wollen wir in die Absenkung der Elternbeiträge investieren.

Kulturelle Vielfalt erhalten - Freiheit geben

Heidelberg ist geprägt von einer vielschichtigen Kulturlandschaft. Beginnend beim Theater bis hin zu einer Vielzahl an kleineren Kulturprojekten. Wir wollen unseren Kulturschaffenden die Freiheit zur Entfaltung geben und gezielt fördern. Dabei verdienen die kleinen Projekte und Initiativen ebenso unsere Anerkennung wie die großen Leuchttürme. Neuen Ideen wollen wir Freiräume geben, damit sie sich entfalten können. Dazu gehört auch die Einrichtung von Bürgerhäusern für Vereine und Ehrenamtliche in allen Stadtteilen; auch in Rohrbach oder der Altstadt.

Ehrenamt stärken – Hindernisse abbauen

Bürokratie und Vorschriften behindern das Ehrenamt. Wir wollen alle Gebühren, Entgelte und Vorschriften auf den Prüfstand stellen, um den Ehrenamtlichen wieder mehr Zeit für das zu geben, was ihnen am Herzen liegt: Ihre Arbeit für die Gesellschaft und ihr bürgerschaftliches Engagement. Dazu wollen wir eine Gruppe aus Ehrenamtlichen, Gemeinderat und Verwaltung einrichten, die in den nächsten beiden Jahren konkrete Ergebnisse erzielen soll.

Sport – alles tun, damit kein (Sport-)Schuh mehr drückt

Sport ist entscheidender Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält. Wir wollen beste Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten für unsere Sportler. Mit der Großsporthalle und dem Turnzentrum sind wir auf einem guten Weg. Wir werden die Kapazitäten in unserer wachsenden Stadt weiter ausbauen, z.B. durch einen Anbau an die Köpfelhalle und in allen anderen Stadtteilen, in denen Bedarf nach zusätzlichen Trainingszeiten besteht. Gleichzeitig werden wir dafür Sorge tragen, dass die Trainingsplätze in einem ansprechenden Zustand sind.

Sicherheit für alle und überall

Mit der Sicherheitspartnerschaft ist Heidelberg auf einem guten Weg. Die Zahl der Delikte geht zurück, die Aufklärungsquote steigt. Auch die Videokameras am Hauptbahnhof und am Bismarckplatz werden zur Verbesserung der Sicherheit beitragen. Wir wollen die Sicherheitspartnerschaft mit dem Land verstetigen und bei Bedarf weiter ausbauen. Den Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) werden wir besser ausstatten, damit diese Kräfte ihren Beitrag zu Ordnung und Sicherheit leisten können. Die Neckarwiese wollen wir besonders beobachten. Sie kann nur als Ort der Naherholung für alle Alters- und Gesellschaftsgruppen erhalten werden, wenn dort alle Nutzer sicher sind. Das wollen wir zukünftig noch besser gewährleisten.

Gute Bildung – Qualität von Anfang an

Heidelberg ist ein von der Bertelsmann-Stiftung ausgezeichneter Schulstandort. Wir wollen beste Voraussetzungen für Schüler und Lehrer schaffen. Das Schulsanierungsprogramm und die Digitalisierung der Schulen müssen mit Nachdruck fortgesetzt werden. Wir fordern eine weitere Beschleunigung dieses Programms und haben bereits im vergangenen Doppelhaushalt zusätzliche Sanierungsmaßnahmen (z.B. am Bunsen-Gymnasium) durchgesetzt.

Wirtschaften mit Vernunft und Blick für die Zukunft

Im Hinblick auf den städtischen Haushalt müssen wir Maß halten. Wir müssen die fördern und denen Gestaltungsspielraum bieten, die Heidelbergs finanzielles Rückgrat sind: unsere Unternehmen und unser Mittelstand. Dafür braucht es Fläche und eine positive Einstellung der Politik gegenüber denen, die Arbeitsplätze und Wohlstand schaffen. Im Hinblick auf kommende Generationen wollen wir die Einnahmenseite der Stadt verbessern und die Neuverschuldung abbauen, damit auch in Zukunft noch Gestaltungsspielräume erhalten bleiben.